Niedertemperaturtechnik

Wenn bei dem Verbrennen von Erdgas die Kesselwassertemperatur unter 56°C bzw. bei Heizöl-Verbrennung unter 46°C unterschreitet kann sich Kondenswasser aus den feuchten Heizgasen an den Wandflächen niederschlagen und Korrisionsvorgänge auslösen.

Ob sich Kondenswasser bilden kann oder nicht, hängt davon ab, welche Temperaturen an der heizgasseitigen Wandoberfläche herrschen. Ein Niedertemperatur-Kessel unterscheidet sich zu anderen Kessel darin, das selbst bei einer Kesseltemperatur von 40°C oder weniger die heizgasseitige Wandtemperatur möglichst noch oberhalb des Wasserdampftaupunktes liegt, so kann die Temperaturdifferenz Wand/Wasser konstruktiv beeinflußt werden.

Es gibt drei typische Grundvarianten von Heizflächen:
  1. Heizflächen mit Rippen, diese vergrößern die Fläche, somit wird mehr Wärme aus den Heizgasen geholt und der Wärmefluß intensiviert.
  2.  Zweischichtige Heizflächen mit zwischengelagerter Luft, dadurch wird der Wärmefluß gebremst
  3.  Das Thermostream-Prinzip: Bei dieser Technik wird das kalte Rücklaufwasser vor Eintritt in die Heizflächen mit dem Vorlaufwasser vermischt und so auf ein höheres Temperaturniveau angehoben.